Designdate: “Mit Porzellan auf Tuchfühlung” Ein Gespräch mit Franz Chen / Gründer von FRANZ Collection

Franz Chen ist Gründer der taiwanesischen Porzellanmarke FRANZ Collection. Seine Vision ist „to bring the cultural heritage of the past into today’s world by combing Eastern aesthetics with Western design”. Er ist der Initiator sowohl des „Franz Award“ als auch des nachfolgenden „Franz – Rising Star Award“, beides international beachtete Wettbewerbe, bei denen auch Studierende und Absolventen der Burg als Teilnehmende bereits ausgezeichnet wurden. Seit 2001 hat er sich mit großer Passion dem Porzellan verschrieben. Neben der Produktion von Porzellangeschirr und Zierartikeln, ist sein erklärtes Ziel, dem Werkstoff einen weiter gesteckten Raum zu verschaffen, indem er die Collection von Zierporzellan wie Vasen um Figuren, Schmuck bis hin zu mit Porzellan großflächig geschmückten Möbeln und Raumausstattungen erweiterte.

Manufakturelle Techniken wie halbplastische Reliefs, großflächige Porzellantafeln, Porzellanmalerei, aufwendige figürliche Plastiken und vieles mehr entstehen in seiner Fabrik in Jingdezhen, China. Ein ganzes Areal bis hin zu eigenen Studios hat er der Fertigung und der Entwicklung neuer Ideen in Porzellan gewidmet.

Das Gespräch wird moderiert von Studierenden der Studienrichtung Produktdesign/ Keramik- und Glasdesign unter der Leitung von LB Wilhelm Siemen.

Die Veranstaltung findet vor Ort mit digitaler Zuschaltung des Sprechers statt. 

Designdate: “Mit Porzellan auf Tuchfühlung” Ein Gespräch mit Prof. Dr. phil. Chiharu Nagai, Aichi Universität

Immaterielles Kulturerbe achten, es bewahren: Japan ist hierfür seit Jahrzehnten ein herausragendes Beispiel. Kakiemon und Imaemon, Begründer der japanischen Porzellantradition im 16. Jahrhundert, tragen die Auszeichnung „lebendige Staatsschätze“ und werden entsprechend von Seiten des Staates gefördert. Ballast oder Grundlage für die Neuinterpretation? Chiharu Nagai, Professorin für Keramikgestaltung an der Aichi-University, studierte u. a. in den 90er Jahren an der Burg Porzellan- und Glasdesign bei Prof. Hubert Kittel. Japanische und europäische Sichtweisen begegnen sich in ihrer Person. Sie verbindet in ihrem Schaffen wie in der Lehre europäische und japanische Traditionen, Grund legend für zeitgenössisches Schaffen.

Experimentelle Auseinandersetzung mit dem Material Porzellan, klare Formensprache und Funktionalität, gehen eine faszinierende Symbiose ein mit forschendem Blick auf die soziale Dimension, Funktion und Bedeutung des Werkstoffs im Heute und Morgen.

Das Gespräch wird moderiert von Studierenden der Studienrichtung Produktdesign/ Keramik- und Glasdesign unter der Leitung von LB Wilhelm Siemen.
Die Veranstaltung findet vor Ort mit digitaler Zuschaltung der Sprecherin statt. 

Designdate: “Mit Porzellan auf Tuchfühlung” Ein Gespräch mit Michael Ploss Porzellanmanufaktur Nymphenburg

Die Porzellan Manufaktur Nymphenburg ist seit ihrer Gründung 1747 auf das Engste mit der Vita ihrer Direktoren verbunden. Der Weltruf der Marke gründet auf der Weitsicht ihrer Leiter, künstlerisch neue Wege zu gehen und eine weltweit unerreichte Qualität des Porzellans zu gewährleisten – heute unter der Ägide von Anders Thomas genauso wie 1747 unter der Leitung von Sigmund Graf von Haimhausen. Es gilt bis heute, eine fast 275-jährige Tradition mit Respekt zu wahren und gleichzeitig die Formenvielfalt und kreative Kraft der Manufaktur weiterzuführen. Dbei verzichtet die Manufaktur Nymphenburg bewusst auf eine eigene Entwicklungsabteilung. Sie fertigt stattdessen nach Entwürfen von zeitgenössischen Designern und Künstlern. Im 21. Jahrhundert waren das bisher unter anderem Konstantin Grcic, Hella Jongerius, Kiki Smith, Joep van Lieshout, Olaf Nicolai und Carsten Höller.

Michael Ploss
Michael Ploss kann zu Recht von sich behaupten, der aktuell längst-dienende technische Leiter einer Manufaktur in Deutschland zu sein. In Jahrzehnten hat er einen Schatz an Erfahrungen gesammelt, der – wenn es um das Wissen manufaktureller Traditionen in Form und Dekor geht – in der Gesamtheit kaum zu überbieten ist. Als Betriebsleiter der Nymphenburger Porzellanmanufaktur ist er in dieser Hinsicht nahezu ein „Gralshüter“. Denn Nymphenburg sieht sich als die Manufaktur, die dem immateriellen kulturellen Erbe des europäischen Porzellans in ihrer Authenzität bis hin zur Verwendung historischer Maschinen für die Weißfertigung und historischer Methoden für die Dekoration am nächsten kommt.

Was macht den besonderen Reiz aus, so und nicht anders zu arbeiten? Wo liegen die Beschränkungen, wo die Chancen? Warum ist gerade dies immer wieder Anlass, neu zu denken und Neues zuzulassen? Was macht heute in Nymphenburg die Arbeit für Designer und Künstler von Renommee so spannend? Wir werden es von ihm erfahren.

Das Gespräch wird moderiert von Studierenden der Studienrichtung Produktdesign/ Keramik- und Glasdesign unter der Leitung von LB Wilhelm Siemen.

Designdate: “Mit Porzellan auf Tuchfühlung” Ein Gespräch mit Mads Ryder CEO Rosenthal AG

Mit ihren Marken Rosenthal, Rosenthal meets Versace, Hutschenreuther, Thomas und Arzberg gehört die Rosenthal GmbH zu den bekanntesten Porzellanherstellern. Seit 2009 ist das Unternehmen Teil der Arcturus Gruppe, die zu den weltweit führenden Anbietern hochwertiger Designprodukte für Tisch, Küche und Wohnen zählt. Der Däne Mads Ryder ist seit 2020 neuer CEO der Rosenthal GmbH.

Mads Ryder über seine neue Aufgabe:
„Rosenthal ist eine wertvolle und sehr bekannte Marke, die Rosenthal GmbH ein sehr renommiertes Unternehmen, das sich jedoch einem Transformationsprozess stellen muss, um zukünftig relevant und erfolgreich zu bleiben. Diesen Change zu initiieren und zu implementieren wird meine Aufgabe sein, auf die ich mich sehr freue“.

Ein Designdate über Zukünfte, Visionen und Veränderungsprozesse bei einem der bekanntesten Porzellanhersteller.

Das Gespräch wird moderiert von Studierenden der Studienrichtung Produktdesign/ Keramik- und Glasdesign unter der Leitung von LB Wilhelm Siemen.

Designdate – Sustainability in/ by Design – verschoben

Die Veranstaltung muss leider aufgrund administrativer Probleme abgesagt werden, wird jedoch im nächsten Halbjahr stattfinden.
Eine Gesprächsrunde über Nachhaltigkeit im Kontext Design mit den Studierenden Sophia Reißenweber, Anniek Timmerman, Jacobo Cuesta Wolf und Andreas Wagner (künstlerischer Mitarbeiter, Industriedesign BURG). Anhand verschiedener Studierendenarbeiten und Projektthemen wird diskutiert, wie Gestaltung zwischen technischen, ästhetischen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Zusammenhängen vermittelt. Der Termin ist als Hybridveranstaltung angelegt im Format einer offenen Diskussion.

 

zur Person
Andi Wagner absolvierte ein Studium an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (B.A.) und erwarb einen M.A. in Industriedesign an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle und Trends & Identity an der Zürcher Hochschule der Künste. Er arbeitet als freiberuflicher Designer.

Der Termin ist eine Kooperation mit dem Zentrum für Nachhaltigkeit und der Handwerkskammer Halle.

Aufgrund der begrenzten Plätze vor Ort und oder Zusendung des Online Links wird um Anmeldung gebeten
Anmeldung: Christian Schunke | T +49 (0) 345 7751-556 | 
veranstaltungenDHH@burg-halle.de

Anmeldungen sind bis einen Tag vor der Veranstaltung 12.00 Uhr möglich.

 

Zu Gast im Open Innovation Lab: MATTER OF

 

Das Designhaus Halle lädt zu einem Online-Designdate mit dem Kommunikationsdesignbüro MATTER OF. Das junge Stuttgarter Büro konzentriert sich auf grenzübergreifende Praktiken des Visuellen und arbeitet eng mit Kulturinstitutionen sowie freien Projektträgern zusammen. Neben dem Auftragsgeschäft vermarktet MATTER OF eigene Produkte, Publikationen und Merch über einen eigenen Onlineshop.

Mit MATTER OF sprechen wir über die Selbständigkeit als Kommunikationsdesigner, die Arbeit im Team, über Fluch und Segen von Social Media und über Strategien der Auftragsakquise.

Mehr Informationen:  www.matterof.online

Die Teilnahme ist ohne Anmeldung über Jitsi möglich.

Wann: 25.01.2022, 10-12 Uhr

Wo: OPEN Tuesday | Jitsi Meet Burg (burg-halle.de)

 

 

Vorstellung des Innovation Hub KUNSTstoff

Am Dienstag, den 26.10.2021 von 10-12 Uhr ist das „Institut für Kunststofftechnologie und Recycling“ zu Gast im OPEN INNOVATION LAB und stellt den neu gegründete Innovation Hub KUNSTstoff in Weißandt-Gölzau (keine 30 Km von Halle) vor. Gezielt sucht das Institut gestalterische und künstlerische Projekte für Kooperationen und möchte die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der BURG stärken. Das Labor und die Ausstattung des Hubs ermöglicht Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf industriellem Niveau (u.a. im Bereich Spritzguss). Studierenden und Gründer*innen steht das Labor sowie das Know-How des Instituts für eigene Projekte kostenfrei offen.
Im Rahmen unserer Online-Sprechstunde stellt die Projektleiterin Aurelia Becker, selbst Burgabsolventin, das Labor mit seinen technischen Möglichkeiten sowie den Schwerpunkten vor. Individuell können im Anschluss Fragen gestellt und mögliche Kooperationen besprochen werden.
Eine Anmeldung ist für das Event nicht notwendig. Der Link zur Onlineveranstaltung steht allen interessierten Personen offen.
 
Wann: 26.10.2021, 10-12 Uhr
Wo: 
OPEN Tuesday | Jitsi Meet Burg (burg-halle.de)
Infos und Kontakt: Open Innovation Lab – Designhaus Halle (burg-halle.de)

designdate: Lara Wernert

In der Reihe designdate stellt sich am 12. November um 18 Uhr die Designerin Lara Wernert vor.

Lara Wernert, Jahrgang 1986, hat an der Hochschule für Technik und Wirtschaf (HTW) Berlin Modedesign und an der BURG Conceptual Textile Design studiert. Sie gründete sie ihr eigenes Modelabel SohreH Design, arbeitete als Designerin für den Upcycling Store “Water to Whine” Berlin und war als Lehrbeauftragte  an der Akademie der Künste München tätig. Seit 2015 betreibt sie gemeinsam mit Tina Wendler die Teppichmanufaktur 13RUGS mit Sitz in Geretsried. 

Mehr Informationen: 
https://www.13rugs.com

 
Der Zugangslink zu dieser Veranstaltung wird nach Anmeldung bei Astrid Beier zugeschickt: abeier@burg-halle.de

inside design business: Gründer von blickfang und StijlMarkt im Gespräch

Am 28. Juni um 15 Uhr sind Dieter Hofmann, Geschäftsführer der blickfang Designmesse, und Christian Voigt, Geschäftführer von StijlMarkt, zu Gast im Designhaus. Sie präsentieren die beiden größten Design-Consumer-Messen Deutschlands. Anschließend laden sie zu Diskussion und Austausch über Trends und Entwicklungen in diesem Bereich und dessen Bedeutung für Design-Startups ein.

Die blickfang ist das größte Design Shopping Event in Deutschland, Österreich und der Schweiz.  Sie findet seit über 25 Jahren im jährlichen Rhythmus an derzeit sieben europäischen Standorten statt: Basel, Bern, Hamburg, Köln, Stuttgart, Wien und Zürich. Jährlich beteiligen sich mehr als 1.000  ausgewählte Designer*innen aus den Bereichen Möbel, Produkte, Mode und Schmuck an der blickfang.

StijlMarkt ist der Markt der jungen Designer. An über 8 Standorten und mit mehr als 100.000 Besuchern pro Jahr, die auf der Suche nach dem Besonderen abseits des Mainstreams sind.

 

designdate: Spielzeugdesigner Markus Utomo

Markus Utomo ist seit über 12 Jahren als Gestalter für Spiele und Spielobjekte aus Holz, Kunststoff und Textil tätig. Er erhielt zahlreiche Preise im Bereich Design, Spielzeugdesign und Innovation. 2016 wurde er von der Bundesregierung als eines der kreativsten und innovativsten Start-ups Deutschlands mit dem Titel “Kultur- und Kreativpilot” ausgezeichnet.

Eine Auswahl der Marken und Firmen mit denen er bereits gearbeitet hat sind: Lufthansa, Disney, Simm Spielwaren GmbH, Molto & Cia. S.A, Noch GmbH & Co KG, DVSI – Deutscher Verband der Spielwarenindustrie e.V., Steiff GmbH.

Sei Neuestem beschäftigt er sich verstärkt auch mit dem Thema Chatbot Design und Messenger Marketing.

Mehr Info finden Sie auf: https://markusutomo.de/ und www.konwa-solutions.de

Foto Markus Utomo: Dimitri Kuksin

designdate: BRACHMANN

In der Reihe designdate präsentiert sich am 24. April um 18 Uhr das Berliner Modelabel BRACHMANN. Gründerin Jennifer Brachmann und ihr Partner Olaf Kranz erzählen die Geschichte ihres Unternehmens von den Anfängen bis zum heutigen Erfolg und beantworten Fragen. Jennifer Brachmann hat an der BURG Mode studiert und 2014 mit BRACHMANN auf Berliner Fashion Week debütiert. Das Label steht für Bauhaus inspirierte Designermode zwischen urbanem Chic und minimalistischer Eleganz.

Foto. Sèbastian Donath. Mit freundlicher Genehmigung von BRACHMANN. Quelle: brachmannofficial.com

designdate: Sebastian Herkner

Am 30. Januar 2019 spricht in der Reihe designdate Sebastian Herkner im Designhaus Halle. Herkner wurde von der Pariser Messe Maison et Objet zum Designer des Jahres 2019 gekürt.

Sebastian Herkner wurde 1981 in Bad Mergentheim geboren. Er studierte Produktgestaltung an der HfG Offenbach am Main und konzentrierte sich bereits während seines Studiums auf den Entwurf von Objekten und Möbeln, die unterschiedliche kulturelle Kontexte verbinden. 2006 gründete er sein eigenes Studio für Objekte, Innenarchitektur und Ausstellungsgestaltung in Offenbach am Main.

Heute arbeitet Sebastian Herkner für internationale Firmen wie Cappellini, ClassiCon, Dedon, Fontana Arte, Gubi, Moroso, Pulpo und Rosenthal, entwirft Möbel und Leuchten, Porzellan und Glas und kuratiert und inszeniert Ausstellungen zum Thema Design. Sein Erfolg spiegelt sich bereits in zahlreichen Anerkennungen und Auszeichnungen wider. 2011 erhält er den Nachwuchspreis des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland und 2015 von der Elle Decoration den Preis als bester internationaler Newcomer. Für die imm cologne 2016 wurde Sebastian Herkner zum Guest of Honour ernannt und gebeten „Das Haus – Interiors on Stage“ zu gestalten. 2019 ist er Designer of the Year auf der Maison & Objet in Paris.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Informationen zu Sebastian Herkner: www.sebastianherkner.com