Was ist eigentlich eine Marke? Eine Marke bietet die Möglichkeit der Unterscheidung. Sie erlaubt,
Qualitäten, Eigenheiten und Einzigartigkeiten eines Werks hervorzuheben und dadurch die eigene
Kunst gegenüber der der Wettbewerber*innen abzugrenzen.
Die Marke gibt dem Unternehmen Kunst ein Gesicht, eine Identität. Sie steht für die Bedeutung des Werkes, die Haltung der
Künstlerinnen und die Emotionen, die sie bei ihren Abnehmer*innen auslöst. Dadurch werden
Marken zu Anziehungssystemen.
Zeigt man seine Arbeiten in Ausstellungen, ist man eine Marke – ob man es will oder nicht.
Entsprechend empfiehlt es sich, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was es bedeutet, eine
Marke zu sein, und wie man durch die Bildung der eigenen Markenidentität (dem Selbstbild)
auch die Wahrnehmung der Öffentlichkeit (das Fremdbild) steuern kann.
Im Marketing wird der Begriff Markenidentität auch als Markenpersönlichkeit bezeichnet. Die
Markenidentität entsteht durch Selbstreflexion und beschreibt die charakteristischen Eigenschaften
und Werte der Marke. Auf das Unternehmen Kunst bezogen, stellen sich die Fragen: Welches
Selbstbild hat eine Künstlerin? Wofür steht die eigene Kunst? Welche Werte verkörpert das
Unternehmen Kunst? Mit welchen Eigenschaften möchte eine Künstlerin wahrgenommen werden?
Oder wodurch grenzt man sich gezielt von den Kolleg*innen ab? Um die eigene
Markenpersönlichkeit zu gestalten, muss ihr Leben eingehaucht werden.
Nach einem einführenden theoretischen Teil entwickeln die Künstler*innen, begleitet von Andrea
Jacobi, ihre Markenidentität.
Max. 20 Teilnehmer*innen
Dozentin: Andrea Jacobi, Kunsthistorikerin, Galeristin, Art-Consultant, Autorin und Kunst-Coach
Anmeldung per E-Mail an Fabian Magaida: veranstaltungendhh@burg-halle.de